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Dieser Herausforderung - stellt sich - die EDP!

Folglich ist es unsere Pflicht, den europäischen Traum mit unseren Mitbürgern und Mitbürgerinnen zu teilen, uns für Respekt und Würde einzusetzen und gleichzeitig den Erhalt von Rechtsstaat, Gleichheit, Freiheit, Solidarität und Verantwortung zu sichern.

Es ist an der Zeit, dass Demokraten die Führung übernehmen und die Europäische Union auf einen neuen, nachhaltigen Kurs bringen.

Gewalt gegen Frauen: Der Kampf gegen unsichtbare Gewalt darf nicht vergessen werden

Debat 2020 violence aux femmes

Im Rahmen des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen nahm Sylvie Brunet an der Debatte „Frauen am Mittelmeer zwischen Gewalt und Strategien für Freiheit“ teil, der von der Verbindungsstelle des Europäischen Parlamentes in Marseille organisiert wurde.

Diese Hybriddebatte, zu der sich sich acht Redner aus Politik und Verbänden versammelten, bot die Gelegenheit, sich über Gewalt auf beiden Seiten des Mittelmeeres auszutauschen. Dieses leider noch immer aktuelle Thema hat sich während der Pandemie und den mit dieser einhergehenden Eindämmungsmaßnahmen noch weiter verschärft.

Sylvie Brunet, stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für die Rechte der Frau der Parlamentarischen Versammlung der Union für den Mittelmeerraum, betonte den Zusammenhang zwischen Gewalt gegen Frauen und der notwendigen Eigenständigkeit, der sie bedürfen, um der Gewalt vorzubeugen oder vor dieser zu fliehen. „Arbeit und wirtschaftliche Autonomie sind der Schlüssel für die Emanzipation von Frauen.“ Im Europäischen Parlament verbindet sie diese Themen, die gemeinsam im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten (EMPL) und im Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter (FEMM) bearbeitet werden.

Sie betonte, dass Frauen permanent Hürden überwinden müssen, in allererster Linie Stereotype. Viele Mädchen ergriffen keine bestimmten Berufe, weil ihnen gesagt werde, dass diese keine "Berufe für Mädchen" seien. Diese Stereotype führen dazu, dass sich Frauen stärker in bestimmten Bereichen und nicht in anderen tätig werden. Es sei somit eine Frage der Anleitung und Erziehung. „Das ist ein schwieriger Prozess, denn wir alle haben Stereotype, die über Generationen hinweg entstanden werden“, sagt Sylvie Brunet.

Über die gesamte berufliche Laufbahn hinweg stoßen sie auf Hindernisse, nicht nur die Mutterschaft, sondern auch die schlechte Aufgabenverteilung, die dazu führt, dass während des den ganzen Berufsweg ein Problem der Gleichstellung besteht.

Die EU-Abgeordnete hob besonders das wichtige Thema der Ausbildung hervor. „Ausbildung ist der erste Vektor beim Zugang zu Eigenständigkeit. Je eigenständiger und unabhängiger eine Frau ist, desto weniger verletzlich wird sie sein.“ Deutlich mehr Frauen als Männer müssen sich um die Familie und die Kinder kümmern. Sie sind in einer besorgniserregenden Lage. Auch das ist ein Problem, das die Frauen am Zugang zur Macht hindert, sie haben weniger Zeit fürs „Netzwerken“.

Sylvie Brunet erinnerte an ihren Einsatz auf europäischer Ebene zur Bekämpfung der digitalen Kluft im Zusammenhang mit dem digitalen Wandel. „In der Europäischen Union sind 40 % unserer Mitbürger nicht auf dem aktuellen Stand, sie haben nicht das Werkzeug dazu, und das betrifft besonders Frauen“. Die Bekämpfung der digitalen Kluft ist von grundlegendender Bedeutung, die Vereinswelt wird zu diesen Themen mobilisiert, besonders für Frauen und Kinder, aber es werden noch mehr Investitionen benötigt, um das Geschlechtergleichgewicht und Gleichheit am Arbeitsplatz zu verbessern.

Abschließend rief die EDP-Abgeordnete zu mehr Zusammenarbeit auf: „Was die Frauenthemen im Mittelmeerraum angeht, hoffe ich, dass unsere Arbeit wieder aufgenommen werden kann, denn im Moment steht sie in der Krise still. Es gibt keine Sitzungen der Parlamentarischen Versammlung der Union für den Mittelmeerraum. Ich gratuliere den Verbänden und Stiftungen für ihr aktives Vorgehen. Wir müssen dies im Auge behalten.“