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Ein Europe von uns gestaltet - EDP Workshop in Kassel

Auf Initiative des Europaabgeordneten, und Mitglied der Freien Wähler, Engin Eroglu, organisierte die Europäische Demokratische Partei vom 13. bis 15. Dezember ein Informations- und Workshop-Wochenende in der Stadt Kassel, Deutschland.

Ein Jahr im Dienste Europas

Seit einem Jahr verteidigen sie, von der Europäischen Demokratischen Partei und allen europäischen Demokraten geförderte, die Vision von Europa

Vincent Chauvet: "Vor zehn Jahre hätte sich keiner vorstellen können, dass die Europäische Union selbst einmal Kredite aufnehmen könnte."

Vincent Chauvet
Screenshot - Renew Europe CoR

Die unter den Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union erzielte Einigung ist für den Wiederaufbau der Wirtschaft in der Corona-Krise eine gute Nachricht. Doch diese Gelder müssen zügig auf lokaler Ebene ankommen, sagt Vincent Chauvet, Bürgermeister von Autin der MoDem und Mitglied im Europäischen Ausschuss der Regionen.

Was sagen Sie zur Einigung der EU auf einen Aufbauplan? Wie reagieren Sie?

Meine Reaktion erfolgt in meiner Eigenschaft als Bürgermeister von Autun in Saône-et-Loire, aber auch als Pro-Europäer und ausgebildeter Ökonom: Meine Abschlussarbeit schrieb ich an der HEC und Sciences Po über die Gegenseitigkeit europäischer Förderung. Während der Eurozonenkrise hatte ich mit Stéphane Cosset, einem Ökonom am IWF,in der Tageszeitung Le Monde einen Artikel veröffentlicht; damals erwogen wir die Möglichkeit, Staatsschulden zusammenzulegen, indem wir die wirtschaftlichen Vorteile untersuchten, wenn Frankreich, Deutschland, Italien usw. gemeinsame Kredite aufnähme.

Um ehrlich zu sein, hätte sich vor zehn Jahren niemand jemals vorstellen können, dass die Europäischen Union einmal selbst Schulden machen könnte..Wir haben uns damals noch nicht mal getraut vorzustellen, dass die EU alleine Kredite aufnimmt, ohne sich auf die Mitgliedsstaaten zu verlassen.
Meiner Ansicht nach haben wir gerade einen großen föderalen Sprung gemacht, der für die Integration ein monumentaler ist. Wir sind an einem wichtigen Moment im Aufbau Europas. Wenn der Präsident der Republik sagt „Dies ist ein historischer Tag für Europa“, dann hat er Recht, weil das in der Tat ein sehr großer Schritt vorwärts ist.

Als Politiker der Mitte arbeitete ich während des Präsidentschaftswahlkampfes 2012 in François Bayrous Wirtschaftsteam. Unsere politische Familie, die MoDem, hat schon lange vorgeschlagen: gemeinsam Kredit aufzunehmen, mehr Solidarität, einschließlich finanzieller Solidarität zu haben. Als Mitglied dieser politischen Familie, die Europa geschaffen hat, freue ich mich, dass wir diese wahrhaft historische Einigung erzielen konnten.

Warum ist es entscheidend, dass diese europäischen Mittel zügig zu den Behörden vor Ort gelangen?

Mit diesem Konjunkturpaket wird die Europäische Union Frankreich an die vierzig Milliarden Euro zur Verfügung stellen.Die Entscheidung, wie diese Mittel verwendet werden, wird von den jeweiligen Mitgliedsstaaten getroffen.

Als Mitglieder des Europäischen Ausschusses der Regionen fordern wir eine rasche Dezentralisierung dieser Mittel. Wir sagen, dass die Entscheidung von den Staaten selbst, und sogar auf lokaler Ebene getroffen werden muss, wenn die Gelder schnell und effizient ausgegeben werden sollen.

Auf lokaler Ebene sind wir in der Lage, öffentliche Aufträge in Angriff zu nehmen, sehr schnell in viele kleine Projekte im ganzen Gebiet zu investieren ‒ anstelle von Investitionen in große nationale Projekte, deren Umsetzung viel Zeit benötigt. Daher ist es wichtig, dass diese Gelder so schnell wie möglich bei den Behörden vor Ort ankommen, denn der wirtschaftliche Aufschwung muss so nahe wie möglich zu den Gebieten vor Ort erfolgen.

Projekte des ökologischen Wandels zum Beispiel sind sehr stark auf der Ebene der Behörden vor Ort angesiedelt. Mit dem Morvan Nationalpark zum Beispiel wird eine ehrgeizige Forststrategie verfolgt. Wir können diese Geld geschickt einsetzen, um Gebäude zu isolieren, Ladestationen für Elektroautos oder Sonnenkollektoren auf Gebäuden zu installieren.

Lesen Sie den Rest dieses Interviews auf der Webseite von France 3 Bourgogne Franche-Comté.