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Dieser Herausforderung - stellt sich - die EDP!

Folglich ist es unsere Pflicht, den europäischen Traum mit unseren Mitbürgern und Mitbürgerinnen zu teilen, uns für Respekt und Würde einzusetzen und gleichzeitig den Erhalt von Rechtsstaat, Gleichheit, Freiheit, Solidarität und Verantwortung zu sichern.

Es ist an der Zeit, dass Demokraten die Führung übernehmen und die Europäische Union auf einen neuen, nachhaltigen Kurs bringen.

Christophe Grudler: „Die Bearbeitung industrieller Angelegenheiten bedeutet auch, die strategischen Interessen Europas zu schützen!“

European Industry

Es muss gehandelt werden, um der europäischen Industrie zu helfen, ein noch wettbewerbsstärkerer, digitalerer und klimafreundlicherer Motor der europäischen Wirtschaft zu werden und so den Wohlstand der Unionsbürger zu sichern. Nach der Verabschiedung eines parlamentarischen Initiativberichts zu einer langfristigen Strategie für Europas industrielle Zukunft im Plenum rufen die Abgeordneten der Europäischen Demokraten die Europäische Kommission dazu auf, zwei künftige Aktionsdimensionen in die überarbeitete Industriestrategie aufzunehmen, die im März nächsten Jahres werden vorgestellt wird: einen sofortigen Ausweg aus dem Wirtschaftskrise, die durch die Covid-19 Pandemie ausgelöst wurde, und schließlich einen langfristigen digitalen und grünen Wandel.

Der französische MdEP Christophe Grudler, Schattenberichterstatter von der Fraktion Renew Europe erläutert, worum es bei diesem Bericht geht:

Was ist das Wichtige an diesem Bericht?

Mit diesem Bericht sendet das europäische Parlament eine klare Botschaft: Die europäischen Bürger möchten, dass die EU mehr tut, um ihre Industrie und ihre Arbeitsplätze zu unterstützen. Die COVID-19-Krise hat uns klar gemacht, dass wir der EU die finanziellen und regulatorischen Mittel bereitstellen müssen, um wirtschaftlichen Einbrüchen standzuhalten. In der bevorstehenden überarbeiteten Industriestrategie muss sich primär mit Resilienz, Innovation und erneuerter Führungsstärke befassen. Ich glaube, dass die europäische Industrie über immenses Potenzial verfügt, um einen grünen und digitalen Wandel erfolgreich durchzuführen. Doch damit dies möglich ist, müssen wir in Sachen Forschung und Innovation mehr Ehrgeiz entwickeln, strategische Autonomie entwickeln und unsere kleinen, mittelständischen und großen Unternehmen unterstützen, denn auf diesen beruht die Stärke unserer Volkswirtschaft.

Der Bericht zur europäischen Industriestrategie wurde vom Europäischen Parlament verabschiedet. Ist dies ein Signal dafür, dass die europäischen Institutionen industriellen Themen mehr Aufmerksamkeit widmen?

Die Verabschiedung dieses Berichts ist ein sehr gutes Signal, vor allem in der derzeitigen Lage mit einer gesundheitlichen und wirtschaftlichen Krise. Unsere Industrien müssen sich auf einen tiefgehenden Wandel einlassen, um dieser neuen Realität zu entgegenzutreten. Dies kann nur durch die Schaffung eines angemessenen regulatorischen Rahmens und ausreichender Unterstützung durch öffentliche Stellen zum Erhalt von Arbeitsplätzen in der Industrie geschehen.

Also ja, ich denke, dass die Europäischen Institutionen sich der Bedeutung des Industriesektors durchaus bewusst sind, vor allem seit der Ernennung der neuen Kommission im Jahr 2019 und des europäischen Kommissars Thierry Breton.

Vor allem wird sich die EU bewusst, dass die Bearbeitung industrieller Angelegenheiten auch bedeutet, die strategischen Interessen Europas zu schützen. Zum Beispiel durch Autonomie bei bestimmten notwendigen Erzeugnissen, etwa im Bereich Medizin, Raumfahrt oder digitale Technologien, oder durch Sicherung unserer Unabhängigkeit in der Energieversorgung.

Kleine und mittelständische Unternehmen haben in Europa eine besonders wichtige Bedeutung. Wie sieht diese in diesem Bericht aus?

KMUs, oft als „Rückgrat der EU“ bezeichnet, machen 99 % der europäischen Unternehmen aus. Darum ist uns sehr bewusst, dass eine „One size fits all“-Lösung angesichts der Vielfalt in der europäischen Industrie nicht funktionieren wird. Ich habe mich daher in meiner Arbeit an diesem Bericht sehr dafür engagiert, ihnen mit zielgerichteten Lösungen einen sehr wichtigen Platz zu einzuräumen.

Vor allem muss die Industriestrategie es den KMUs leichter machen, ihren Geschäften nachzugehen. Es stellt sich also die Frage, den bürokratischen Aufwand zu reduzieren, und ihnen den Zugang zu – öffentlichen und privaten – Fördermitteln zu erleichtern. Viele dieser Unternehmen haben nur einen oder zwei Angestellte, daher haben sie nicht die Ressourcen, um diesen administrativen Pflichten nachzukommen und zugleich die Entwicklung ihrer Geschäftstätigkeit sicherzustellen. Unser Ziel ist es, es ihnen zu ermöglichen, sich auf die Entwicklung hochwertiger Produkte und Dienstleistungen zu konzentrieren.

Die in diesem Bericht enthaltenen Maßnahmen sollten ihnen auch die Schlüssel in die Hand geben, um den digitalen und ökologischen Wandel voranzutreiben. Dabei spielen Forschung und Innovation eine zentrale Rolle. Damit wird unseren KMUs ermöglicht, proaktiv zu agieren und sich im internationalen Wettbewerb als führende Kräfte zu positionieren.

Was sind die größten Herausforderungen und Chancen, denen sich unsere europäischen Industrien heute ausgesetzt sehen?

Da sehe ich mehrere, die meiner Ansicht nach in dem zu beschließenden Bericht sehr zweckdienlich angegangen werden.

Zunächst einmal die Herausforderung des ökologischen Wandels. Es ist offensichtlich, dass die Industrie bei der Erfüllung der Ziele des Europäischen Green Deals eine Schlüsselrolle einnehmen wird. Damit wir unsere Umweltziele erreichen, sind verschiedene Maßnahmen notwendig: Wir müssen die Produktionszyklen auf Grundlage der Kreislaufwirtschaft umsetzen, die Energieeffizienz unserer Produktionsprozesse verbessern, oder erneuerbare Energien entwickeln.

Dann gibt es da die Herausforderungen des digitalen Wandels in der Industrie. Dies ist ein Wendepunkt, den wir nicht verpassen dürfen, wenn wir im internationalen Wettbewerb bestehen wollen. Vom kleinsten KMU bis hin zum großen Industriekonzern müssen wir den Einsatz digitaler Tools und Daten ausweiten, denn dies wird die verschiedenen Prozesse erleichtern.

Diese Herausforderungen meistern können wir nur durch engere Zusammenarbeit mit den Akteuren in der gesamten Wertschöpfungskette. Genau das tun wir, zum Beispiel durch die Bildung europäischer Allianzen, etwa bei Batterien oder Wasserstoff. Diese Allianzen werden es uns möglich machen, neue industrielle Bereiche zu strukturieren und echter europäischer Champions entstehen zu lassen. Wir brauchen sie!